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Werke von Beethoven und Mendelssohn


(Foto: Agentur)

(bro) (khm) Im dritten Abonnementskonzert der Eberbacher Kunstfreunde, nunmehr 70. Reihe, musiziert am Freitag, 15. Februar, um 20 Uhr im evangelischen Gemeindehaus das 2003 im Rahmen des Wettbewerbs "Jugend musiziert" in Hamburg begründete Adorno - Klaviertrio. Die Musiker sind Stipendiaten und Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbs (DMW). 62. Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler (BAKJK) Saison 2018/19. Das Trio trat bereits auf Konzerten und Festivals in ganz Europa, in Asien und Australien auf. Hochgelobt gewinnt das Trio Adorno durch sein expressives, sensibles und stilsicheres Auftreten immer wieder aufs Neue sein Publikum. Sein Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite der Klaviertrio-literatur. Viele seiner Konzerte sind mitgeschnitten und im Radio gesendet. Der Trioname bezieht sich auf den deutschen Musikphilosophen Theodor W. Adorno (1903-69).

Zu hören ist Ludwig van Beethovens (1770-1827) (vor)letztes Klaviertrio Op. 97, wegen Widmung für seinen Gönner und begabten Schüler, den Kaisersohn Erzherzog Rudolph von Österreich (1788-1831), Kardinalerzbischof von Olmütz, schlicht "Erzherzog-Trio" genannt. Dieses "Grand trio" wird betrachtet als "Glanzpunkt der Beethovenschen Trioschöpfungen“ . Ein Zeitgenosse notiert: "Das letzte Trio (sc. das in B-Dur, speziell das Andante) macht auch viel Wirkung auf die Frauen.“ Eine Zeitung nennt es 1816 "in jeder Hinsicht schön und originell ... es folgt Schlag auf Schlag und wer nicht genug Kunstkenner ist, wird beinahe durch die Menge der Schönheiten erdrückt." Uraufgeführt 1814 mit Beethoven selbst am Klavier, also vor 204 Jahren, war das Trio allerdings auch eine Stunde bitterer Erkenntnis. Fortschreitendes Gehörleiden beeinträchtigte zwar nicht Beethovens Komponieren, wohl aber seine pianistischen Fähigkeiten. Nach dem unbefriedigenden Verlauf dieses Auftritts, den uns Zeitgenossen schildern, trat er, zuvor gefeierter virtuoser Pianist, nicht mehr in Konzerten auf. Für jeden Virtuosen indes ist das Werk, das mit zwei vom Klavier eingeleiteten Sätzen (I und III) deutlich auf pianistische Hochleistung hin konzipiert ist, eine einmalige Gelegenheit zu brillantem Auftritt, ohne dass dabei - angesichts bei Beethovens überragender Satzkunst und rhythmisch-musikalischer Gestaltungskraft das gleichberechtigte Zusammenwirken der drei Instrumente je verwischt wäre. Auf den majestätischen Kopfsatz folgt hier ein temperamentvolles, umfangreiches Scherzo, an das sich ein klangverliebter, lyrisch grundierter Variationensatz anschließt. Das Finale, ein lebensfrohes, quirliges Allegro moderato ist im zweiten Teil zu einem leichtfüßigen Presto beschleunigt. Man erlebt so vierzig Minuten lang ohne Langweile Beethoven als genialen Melodiker. Rhythmiker und Satztechniker.

Nach der Pause das zweite Klaviertrio von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-47), der trotz so kurzer Lebenszeit ein vielfältiges Œuvre von ca. 250 Einzelwerken hinterließ. Unter seinen Kammermusikwerken ragen hervor die beiden Klaviertrios Op. 49 (1839) und das hier zu hörende Op. 66 (1845), gewidmet dem Komponistenkollegen Louis Spohr. Robert Schumann hat gerade im Zusammenhang mit de Trios Mendelssohn als "den Mozart des 19ten Jahrhunderts“ bezeichnet, und Friedrich Nietzsche sah in Mendelssohn "den schönen Zwischenfall der deutschen Musik." Nachdem im Deutschland der Jahre 1933-45 Mendelssohns Musik verfemt und aus dem offiziellen Konzertbetrieb verbannt sein sollte, sind die antisemitisch geprägten Vorwürfe von »Glätte, tönender Konvention, hohem Können ohne echte Substanz« als Vorurteile und Voreingenommenheit längst erkannt und durchschaut. dagegen werden die Charakteristika seiner Musik, die auch die beiden Meister-Trios prägen, uneingeschränkt bewundert und gefeiert, nämlich "musikalische Eleganz, stupende Formsicherheit, die sich enthemmteren Ausdruck und avantgardistisch harmonisches Schockieren versagt“, wo zu noch kommen: „durchsichtige Verständlichkeit der Tonsprache und Anbindung an die Vorbilder der klassischen Tradition“. Das zwei Jahre vor seinem Tode komponierte späte Klaviertrio Op. 66 (1845) ist voll melodischer Erfindung, zeigt meisterhafte Verarbeitung und bildet einen der Höhepunkte in Mendelssohns Schaffen: zwei grandiose, stürmisch leidenschaftliche Ecksätze rahmen ein typisch mendelssohnsches idyllisches »Lied ohne Worte« und einen duftigen Elfentanz, der seinen Vorläufer im Jugendwerk der Sommernachtstraum-Ouvertüre hat.

Programmhefte sowie Einlasskarten für Nichtabonnenten sind an der Abendkasse erhältlich.

24.01.19

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