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An Sanierung oder Neubau scheiden sich die Geister


(Foto: Hubert Richter)

(hr) Über die Zukunft des sanierungsbedürftigen Eberbacher Hallenbads wurde heute im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Eberbacher Gemeinderats diskutiert.

Auch wenn es rein äußerlich nicht danach aussieht: Das Eberbacher Hallenbad aus den frühen 1970er Jahren ist inzwischen so marode, dass es zumindest in Teilen dringend saniert werden müsste, um es überhaupt auf absehbare Zeit weiter betreiben zu können.

Auf dem Tisch im Verwaltungs- und Finanzausschuss lag heute hierfür ein Vorschlag der Stadtverwaltung. Bürgermeister Peter Reichert fasste einleitend die Ergebnisse bisheriger Untersuchungen und Gutachten zum Hallenbad dahingehend zusammen, dass ein Neubau mindestens 6 Millionen Euro kosten würde. Dies halten sowohl Reichert als auch Stadtkämmerer Patrick Müller für nicht finanzierbar angesichts der in großem Umfang geplanten wichtigen Investitionen sowohl im Pflichtbereich der Stadt (Feuerwehrgerätehaus, Trinkwasserversorgung, Kindergarten, Sanierung des Gymnasiums) als auch bei den Stadtwerken (z.B. Trinkwasserversorgung), die das Hallenbad betreiben. Ein Hallenbadneubau würde demnach trotz aktuell guter Finanzlage in naher Zukunft zu einer derart hohen Verschuldung führen, dass die Haushaltspläne wohl nicht mehr genehmigungsfähig wären. Reichert schlug deshalb als einzige finanzierbare Möglichkeit eine “Erhaltungssanierung” vor, also die notwendigsten Maßnahmen in kleinen Schritten, um das Bad überhaupt weiter betreiben zu können.

Allerdings zeigte sich heute in der gut zweistündigen Diskussion, dass vor allem SPD, CDU und AGL eher einen Neubau befürworten. AGL-Sprecher Peter Stumpf sieht durchaus einen Spielraum in Höhe von 6 bis 7 Millionen Euro, der durch Überarbeitung des Finanzplans der Jahre bis 2026 gewonnen werden könnte, also durch Verschiebung anderer Maßnahmen (Steige-Turnhalle, Kreisverkehr Güterbahnhofstraße, einige Infrastrukturmaßnahmen). Stumpf vermutete auch, dass eine Sanierung viel teurer als erwartet werden könnte, die Folgekosten sehr hoch sein dürften und eine Sanierung nur 10 bis 15 Jahre halten werde.
Dr. Dietmar Polzin (Freie Wähler) wollte noch genauer geprüft haben, ob eine Kooperation mit der Katzenbuckel-Therme in Waldbrunn möglich wäre.
Michael Schulz (CDU) hält eine Bad-Sanierung für “ein Fass ohne Boden” und sieht sie als zu riskant an. Die CDU favorisierte daher den Neubau eines kleineren Bades und regte an, die künftigen Investitionspläne der Stadt auf entsprechende Finanzierungsmöglichkeiten zu überprüfen.
Auch die SPD hält eine Sanierung für zu riskant. Fraktionschef Rolf Schieck stimmte Michael Schulz zu und plädierte ebenfalls für eine Überarbeitung des Investitionsprogramms, um die Mittel für einen reduzierten Neubau freizubekommen.

Somit zeichnete sich heute eine klare Mehrheit für den Neubau eines Hallenbads in Eberbach und gegen die von der Verwaltung vorgeschlagene Sanierung ab. Ob das Projekt durch Verschieben anderer Investitionen finanziell ermöglicht werden kann, soll der Gemeinderat in einer nichtöffentlichen Klausurtagung vermutlich im April erörtern. Peter Reichert gibt aber auch seinen Sanierungsvorschlag noch nicht auf. Deshalb sollen vor der Klausur auch noch einmal die Spezialisten der Bäderbau-Gesellschaft “Richter & Rausenberger” aus Gerlingen angehört werden, die bereits vor Jahren eine Sanierung des Eberbacher Hallenbads als machbar angesehen haben.

Beschlossen wurde heute nichts, da es sich um eine rein beratende Ausschusssitzung handelte. Solche Vorberatungen sind in der Regel nichtöffentlich. Da Peter Reichert aber beim Thema Hallenbad die Öffentlichkeit weitestgehend beteiligen möchte, blieben heute die Türen des Horst-Schlesinger-Saals für interessierte Gäste offen. Und tatsächlich waren die Zuhörerreihen gut besetzt.

21.01.19

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